20.00 Uhr
Cafe Gegendruck, Fischergasse 2
Antifa Siempre! Der offene Infoabend der Antifaschistischen Initiative Heidelberg: Input, Diskussion, Kneipenabend; immer am 1. Freitag im Monat
Diesmal mit einem Input zu GEAS
Am 12. Juni 2026 tritt das neu verschärfte Gemeinsame Europäische Asylsystem, kurz GEAS, in Kraft. Dies stellt die größte Asylrechtsverschärfung seit dem sogenannten Asylkompromiss im Jahr 1993 dar. Damals brannten Rechtsradikale das Sonnenblumenhaus, ein Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter*innen, in Rostock-Lichtenhagen nieder und die Bevölkerung untermalte das Pogrom mit Applaus. In der Zeit davor und danach verübten Nazis unzählige weitere Brandanschläge und Morde. Die herrschenden Politiker*innen gaben den Betroffenen selbst die Schuld an der Gewalt der Baseballschlägerjahre und entrechteten sie, statt gegen die rechten Gewalttäter*innen vorzugehen. Die Geschichte wiederholt sich aktuell: Statt sichere Fluchtwege zu schaffen und Menschen, die vor Verfolgung und Krieg fliehen, aufzunehmen, hetzt der Bundeskanzler Friedrich Merz gegen sie und macht sie mit Aussagen wie zum Stadtbild zur Zielscheibe rassistischer Angriffe. Das Grundrecht auf Asyl war eine zentrale Lehre aus dem Nationalsozialismus, als Millionen Menschen vor den Verbrechen der Deutschen fliehen mussten und kein Staat sie aufnehmen wollte. Jetzt, wo die ideologischen Söhne und Töchter der Nazi-Verbrecher*innen wieder im Bundestag sitzen, wollen CDU, SPD und Grüne diese Lehren rückgängig machen.
Mit GEAS ist das individuelle Recht auf Asyl abgeschafft: Geflüchtete sollen standardmäßig in Internierungslagern eingesperrt und von Rechtsschutz und sonstiger Unterstützung abgeschnitten werden. Anhand der Anerkennungsquoten der Herkunftsländer soll rassistisch entschieden werden, welche Geflüchteten überhaupt ein individuelles Asylverfahren bekommen. Und Staaten sollen sich von der Pflicht, Geflüchtete aufzunehmen, freikaufen können. Beim Antifa Siempre geben wir einen Überblick über diese historische Entrechtung und legen dar, warum Europa kein gemeinsames Asylsystem mehr hat, sondern ein gemeinsames Abschottungssystem.
Das Antifa Siempre! will einen Ort für antifaschistische Vernetzung und Austausch für Einzelpersonen und Gruppen schaffen: Nach einem inhaltlichen Input ist Raum für Diskussionen zu aktuellen Themen und bevorstehenden Veranstaltungen. Bei kühlen Getränken lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen und wollen miteinander ins Gespräch kommen.
15.00 Uhr digital, https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfh0mvKyqYPt2P9sZ-rkveJy5gSAzM6NpDAZX__tYir7tLgTQ/viewform
This interactive training aims to support students in understanding gender-based violence in higher education and identifying how they can actively contribute to prevention and institutional change. The session combines key concepts, practical examples and participatory exercises to help participants reflect on their role as students and identify concrete actions they can take within their institutions. It is designed to go beyond awareness-raising by encouraging participants to connect what they learn to their own institutional context and to explore how students can contribute to change in practice.
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfh0mvKyqYPt2P9sZ-rkveJy5gSAzM6NpDAZX__tYir7tLgTQ/viewform
12.00 Uhr MURX Oberbadgasse 6, 69117 Heidelberg
We are having our second reading session with the book "Queer Palestine and the Empire of Critique" by Sa'ed Atshan. We have our reading group on every second Saturday of the month: save the date of 11.07!
Please contact us per Email <sfpheidelberg[at]protonmail.com> or via Instagram <@sfp-heidelberg> to get more information, to get access to a digital version of the book, or for book suggestions!
19.00 Uhr Neue »Physik« Hörsaal, Albert-Ueberle-Straße 3-5.
12.00 Uhr Wilhelmsplatz, HD-Weststadt
Aufruf zur Demo am Weltgeflüchtetentag: Gegen das Europäische Abschottungs-System!
Am 12. Juni 2026 tritt das neu verschärfte Gemeinsame Europäische Asylsystem, kurz GEAS, in Kraft. Dies stellt die größte Asylrechtsverschärfung seit dem sogenannten Asylkompromiss im Jahr 1993 dar. Damals brannten Rechtsradikale das Sonnenblumenhaus, ein Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter*innen, in Rostock-Lichtenhagen nieder und die Bevölkerung untermalte das Pogrom mit Applaus. In der Zeit davor und danach verübten Nazis unzählige weitere Brandanschläge und Morde. Die herrschenden Politiker*innen gaben den Betroffenen selbst die Schuld an der Gewalt der Baseballschlägerjahre und entrechteten sie, statt gegen die rechten Gewalttäter*innen vorzugehen. Die Geschichte wiederholt sich aktuell: Statt sichere Fluchtwege zu schaffen und Menschen, die vor Verfolgung und Krieg fliehen, aufzunehmen, hetzt der Bundeskanzler Friedrich Merz gegen sie und macht sie mit Aussagen wie zum Stadtbild zur Zielscheibe rassistischer Angriffe. Das Grundrecht auf Asyl war eine zentrale Lehre aus dem Nationalsozialismus, als Millionen Menschen vor den Verbrechen der Deutschen fliehen mussten und kein Staat sie aufnehmen wollte. Jetzt, wo die ideologischen Söhne und Töchter der Nazi-Verbrecher*innen wieder im Bundestag sitzen, wollen CDU, SPD und Grüne diese Lehren rückgängig machen.
Mit GEAS ist das individuelle Recht auf Asyl abgeschafft: Geflüchtete sollen standardmäßig in Internierungslagern eingesperrt und von Rechtsschutz und sonstiger Unterstützung abgeschnitten werden. Anhand der Anerkennungsquoten der Herkunftsländer soll rassistisch entschieden werden, welche Geflüchteten überhaupt ein individuelles Asylverfahren bekommen. Und Staaten sollen sich von der Pflicht, Geflüchtete aufzunehmen, freikaufen können. Wir nehmen diese historische Entrechtung nicht hin und gehen am Weltgeflüchtetentag, dem 20. Juni 2026, um 12 Uhr in Heidelberg auf die Straße! Gegen das Europäische Abschottungs-System! Say it loud, say it clear, refugees are welcome here!
Die Demo startet am 20. Juni 2026 um 12 Uhr auf dem Wilhelmsplatz in Heidelberg. Wir laufen anschließend eine Route durch die Weststadt und Bergheim. Unsere Demo endet um 14 Uhr an der Stadtbücherei Heidelberg, dem Auftaktort der Heidelpride. In diese reihen wir uns anschließend ein.