19.00 Uhr
Stadtbücherei, Poststraße 15
Antifaschistische Vorabend-Demo „Burschis in den Neckar fegen! Feministisch und antifaschistisch in den 1. Mai“
Burschenschaften und andere Studentenverbindungen fallen immer wieder durch Angriffe gegen Jüd*innen, rassifizierte Menschen, FLINTA*s und Queers auf. Diese Angriffe sind in der korporierten Welt keine erstaunlichen Einzelfälle, sondern regelmäßiger Ausdruck der Ideologie der reaktionären Männerbünde. In Heidelberg prägte den Vorabend zum 1. Mai jahrelang ein Fackelmarsch der Korporationen, bei dem rechte Lieder gesungen und massenhaft rassistische Übergriffe verübt wurden - bis die Autonome Antifa Heidelberg das braune Treiben 1997 zurückschlug. Seitdem füllen wir am Abend des 30. April den öffentlichen Raum mit linken Inhalten. Wie schon in den vergangenen Jahren nehmen wir uns auch 2026 die Straße und halten Heidelberg mit einer feministischen und antifaschistischen Vorabenddemo burschifrei!
Die Studentenverbindungen klammern sich an jahrhundertealte Strukturen des Patriarchats. Wir werden in der Walpurgisnacht klar machen, dass wir diese zerschlagen werden. Denn wir sind die Enkel*innen der Hexen, die sie nicht verbrennen konnten! Burschis in den Neckar fegen!
2020 kam es zu einem brutalen antisemitischen Übergriff auf dem Haus der Burschenschaft Normannia, bei dem die Korporierten einen Gast, der jüdische Vorfahren hat, mit Gürteln verprügelten und mit Geld bewarfen. Sechs Jahre später versucht die Rechtsaußen-Verbindung, sich neu zu formieren. Aber wir werden zu ihrem Haus ziehen und klar machen: Es wird kein neues Kapitel der Nazi-Burschenschaft in Heidelberg geben!
Die Demo startet am 30. April 2026 um 19 Uhr mit einer Auftaktkundgebung an der Stadtbücherei Heidelberg. Im Anschluss gibt's vegane Küfa im Café Gegendruck. Feministisch und antifaschistisch in den 1. Mai!
Veranstaltet von AIHD, Seebrücke, Falken, VVN-BdA, ROSA Hochschulgruppe und Linksjugend ['solid]
09.10 Uhr Treffpunkt: Hauptbahnhof Heidelberg
Seit über 100 Jahren wird der 1. Mai als Arbeiter*innenkampftag begangen. Wir fahren dieses Jahr wieder nach Mannheim und nehmen dort im antikapitalistischen Block an der DGB-Demo und im Anschluss an der revolutionären 1. Mai-Demonstration teil - um für linke solidarische Gegenentwürfe zu den ausbeuterischen und unterdrückerischen kapitalistischen Verhältnissen zu kämpfen.
Dee Zugtreffpunkt wird organisiert von der AIHD.
20.00 Uhr
Cafe Gegendruck, Fischergasse 2
Antifa Siempre! Der offene Infoabend der Antifaschistischen Initiative Heidelberg: Input, Diskussion, Kneipenabend; immer am 1. Freitag im Monat
Seit der 1. Mai im Jahr 1890 erstmalig als Protest- und Kampftag für die Rechte der Arbeiter*innen begangen wurde, war er immer wieder staatlicher Repression ausgesetzt. 1929 steigerten sich die polizeilichen Angriffe zu einem Blutbad, als der sozialdemokratische Polizeipräsident Karl Zörgiebel alle Demonstrationen am 1. Mai verboten hatte. Die KPD rief dennoch zu Protestzügen auf und die Arbeiter*innen nahmen sich die Straße. Am Nachmittag des 1. Mai setzte die Polizei nicht nur Knüppel, sondern auch zunehmend Schusswaffen ein, griff wahllos nicht nur Demonstrierende, sondern auch Passant*innen an und erschoss sogar mehrere Anwohner*innen in ihren Wohnungen. Die staatlichen Gewaltexzesse dauerten noch zwei Tage an. Dutzende Arbeiter*innen wurden von den enthemmten Einsatzkräften ermordet. Trotz anhaltender Empörung gab es staatlicherseits keine Untersuchung der Vorfälle - stattdessen aber eine neue Repressionswelle gegen die kommunistische Bewegung.
Bei unserem Input wollen wir einen Blick auf das mehrtägige polizeiliche Massaker werfen, das als Berliner Blutmai in die Geschichte einging.
Das Antifa Siempre! will einen Ort für antifaschistische Vernetzung und Austausch für Einzelpersonen und Gruppen schaffen: Nach einem inhaltlichen Input ist Raum für Diskussionen zu aktuellen Themen und bevorstehenden Veranstaltungen. Bei kühlen Getränken lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen und wollen miteinander ins Gespräch kommen.
19.00 Uhr Murx, Oberbadgasse 6
Arbeiterlieder: Konzert mit den PARTISANEN VON L'AMOUR
Veranstaltet von SJD - Die Falken Heidelberg
17.00 Uhr Treffpunkt: Ecke Hauptstr./Theaterstr.
Die VVN-BdA Heidelberg und die Antifaschistische Initiative Heidelberg veranstalten den Antifaschistischen Stadtrundgang „Heidelberg im Nationalsozialismus – Verfolgung und Widerstand“. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Ecke Hauptstraße/Theaterstraße. Der zweieinhalbstündige Antifaschistische Stadtrundgang führt durch die Heidelberger Altstadt. Er bietet einen Überblick über den Nationalsozialismus in Heidelberg von seinem frühen Erstarken in der Weimarer Republik bis hin zur Befreiung und verweist auch auf die Nachwirkungen in der frühen BRD. An verschiedenen historischen Orten wird an Täter*innen und Opfer erinnert, aber auch an Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten.
19.00 Uhr
StuRa-Büro, Albert-Ueberle-Straße 3-5
Vortrag: Warum wird im Kapitalismus alles immer schlimmer? Einführung und moderne Perspektiven auf marxistische Krisentheorie
Stura-Büro, Raum 61
Veranstaltet von: ROSA Hochschulgruppe (Resolute Organisation für Solidarität und Antikapitalismus) und Linksjugend ['solid]
19.00 Uhr Theodor-Körner-Straße 7 (Linke-Büro)
12.00 Uhr Wilhelmsplatz
Infostände, Bücherflohmarkt und Tombola bei "Friiling uffm Willi":
Beim alternativen Frühlingsmarkt "Friiling uffm Willi" auf dem Wilhelmsplatz in der Weststadt sind dieses Jahr die Seebrücke Heidelberg, die AIHD, die VVN-BdA Heidelberg und die Rote Hilfe Heidelberg/Mannheim dabei. Neben Infoständen bietet die AIHD einen linken Bücherflohmarkt zur Unterstützung des Café Gegendrucks an und die Seebrücke eine Tombola mit tollen Preisen - antifaschistische Kleidung, Schallplatten, Badelatschen, Kunstdrucke und vieles mehr.
12.00 Uhr S-Bahnhof Altstadt
Wanderung nach Neckargemünd/Steinach Burgenrunde
Veranstaltet von: SJD - Die Falken Heidelberg
20.15 Uhr Die Kamera, Brückenstr. 26
“On the Border - Europas Grenzen in der Sahara”: Filmvorführung mit Gespräch
Die Stadt Agadez im Norden des Niger war über Jahrhunderte hinweg ein Knotenpunkt: für Karawanen, für Handel, für Migration – und ein kulturelles Zentrum der Tuareg. Heute markiert sie eine andere Art von Schwelle. Spätestens seit den migrationspolitischen Verschiebungen nach 2015 verläuft hier eine unsichtbare, aber wirkmächtige Grenze: eine von Europa weit in die Sahara vorverlagerte Außengrenze, an der Mobilität reguliert, unterbunden und kriminalisiert wird. Der Dokumentarfilm @ontheborder.film – Europas Grenzen in der Sahara von Gerald Igor Hauzenberger und Gabriela Schild nähert sich diesem geopolitischen Brennpunkt nicht über abstrakte Analysen, sondern über die Lebensrealitäten jener, die in ihm existieren. Über einen Zeitraum von rund fünf Jahren begleitet der Film drei Protagonist*innen, deren Biografien exemplarisch für die Umbrüche der Region stehen – und verwebt ihre Geschichten mit einer politischen Chronik, die von europäischen Förderprogrammen, wirtschaftlichem Niedergang und wachsender Unsicherheit bis hin zum Militärputsch im Niger im Jahr 2023 reicht.
Im Anschluss an den Film gibt es ein Filmgespräch.
Tickets gibt´s online beim Kino.
Die Kamera ist leider nicht barrierearm. Der Zugang zum Foyer ist nur über drei Stufen möglich, von dort ist der Zugang zum Saal über den Hof ebenerdig. Die Toilette ist nicht rollstuhlgerecht.
19.00 Uhr Theodor-Körner-Straße 7
Vortrag: Manufacturing Consent - Medien und Meinung im Kapitalismus
Veranstaltet von: Linksjugend ['solid]
11.15 Uhr Treffpunkt: Hauptbahnhof HD
Das KZ Osthofen bei Worms war vom Frühjahr 1933 bis Herbst 1934 eines der frühen KZs, in denen politische Gegner*innen der Nazis engesperrt, gedemütigt und brutal misshandelt wurden. Die aus Hessen stammenden Häftlinge gehörten großteils der KPD, teilweise auch der SPD, den Gewerkschaften oder anderen Orgnaisationen der Arbeiter*innenbewegung an. Für viele von ihnen war die Inhaftierung in der ehemaligen Fabrik in Osthofen nur der Auftakt einer 12 Jahre anhaltenden Verfolgung.
Mit der S-Bahn wollen wir zusammen die KZ-Gedenkstätte Osthofen besuchen. Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände gibt es ausreichend Zeit, um in Kleingruppen die beeindruckende Dauerausstellung zu den KZs Osthofen und Hinzert anzusehen und die aktuelle Ausstellung "Die Verleugneten" zu bsuchen. Am späten Nachmittag fahren wir gemeinsam zurück.
Veranstaltet von: VVN-BdA HD, VVN-BdA MA, AIHD und ROSA Hochschulgruppe