Buchvorstellung: "Kein schöner Land - Die Zerstörung der sozialen Gerechtigkeit" mit Heribert Prantl (München) und Claus Wichmann (Heidelberg)

    lokal  unimut 

    Freitag, 13.05.2005
    20.00 Uhr
    Spiegelsaal Palais Prinz Carl

    Die VeranstalterInnen (SPD) schreiben:

    Zum Buch

    Wird der Sozialstaat zum Kapitalstaat? Diese Frage stellt aktuell nicht nur der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, diese Frage beschreibt auch den Inhalt von Prantls Buch.

    Jahrelang haben die Propheten des Untergangs den Menschen eingeredet, der Sozialstaat sein schuld an der Krise. Ihr Programm durchlöchert das soziale Netz: Spitzensteuern werden gesenkt, Verbrauchssteuern erhöht, die Sozialpolitiker nach Hause geschickt. Heribert Prantl sagt, wer ein Interesse daran hat, der sozialen Marktwirtschaft das Soziale auszutreiben. Und er beschreibt klar und offen, welche Schritte wirklich nötig sind, um uns aus der Sackgasse zu führen.

    Die Diskrepanz zwischen Armut und Reichtum in Deutschland wird größer. Die Gesellschaft werde zum Anhängsel des Marktes, kritisiert Prantl, wie auch die Dominanz des Sharehlder-Value.

    Zur Veranstaltung

    Die Vorstellung politischer Bücher ist mittlerweile eines der Markenzeichen des Heidelberger SPD Landtagsabgeordneten Claus Wichmann geworden. Seit 2000 veranstaltet er Lesungen u.a. mit Gunter Grass, Johano Strasser, Peter Merseburger, Jürgen Hogreve, Hermann Scheer, Albrecht Müller, Nicol Ljubic und Jürgen Leinemann. Die Reihe wird auch dieses Jahr fortgesetzt, so kommt die ZEIT Autorin Elisabeth Niejahr am 23. Juni zur Buchvorstellung Alt sind nur die anderen.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.