Samstag, 23.05.

  • 17.00 Uhr Collegium Academicum (CA) Marie-Clauss-Straße 3, 69126 Heidelberg

    Kriegsbereitschaft wie die Regierung für ihr Recht auf Kanonenfutter wirbt.

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    Schulstreik gegen Wehrpflicht Heidelberg und die Gruppe VERSUS-Politik laden ein zur öffentlichen Diskussionsrunde über

    Kriegsbereitschaft Wie die Regierung für ihr Recht auf Kanonenfutter wirbt

    Die deutsche Regierung fordert einen „Mentalitätswechsel": Ihr Volk soll einsehen, dass wir" einen konventionellen Krieg gegen Russland vorbereiten, „im Ernstfall" auch führen müssen. Speziell die Jugend soll sich an den Gedanken gewöhnen, dass sie als Soldaten verplant sind. Und kaum jemand fragt, warum diese Perspektive eigentlich so unausweichlich ist, in welchen kriegsträchtigen Gegensatz zwischen der deutschen und der russischen Regierung „wir alle" hineingezogen werden.

    Politik und Öffentlichkeit stellen stattdessen die Schuldfrage - natürlich gleich in Form der Antwort: Der russische Herrscher Putin ist es, der uns nicht in Freiheit leben lassen will. Und die Freiheit ist ein so hohes Gut, dass jedes persönliche Opfer bzw. dessen Einfordern gerechtfertigt ist. Kriegspropaganda, gerade wenn sie persönlich wird, ist eben nicht die Aufforderung zur Abwägung, was man von der Freiheit hat, wenn man tot ist.

    Darüber soll auf der Veranstaltung diskutiert werden: Mit welchen Zumutungen an den Verstand wird aus einem fremden Staat ein persönlicher Feind? Wie hat sich jeder einzelne auf die staatliche Kriegsvorbereitung einzustellen? Was macht die demokratische Kritik an der Aufrüstung für die Herstellung von Kriegsbereitschaft so produktiv- z.B. die Frage, ob die betroffene Jugend auch genug in den Entscheidungsprozess zur Wehrreform eingebunden oder ob mal wieder über deren Köpfe hinweg entschieden wurde?