Ausstellungseröffnung: "Philipp Schaeffer: Bibliothekar, Orientalist, Widerstandskämpfer"

    soziales  unimut 

    Freitag, 04.11.2005
    19.00 Uhr
    Deutsch-Amerikanisches Institut, Sophienstr. 12

    Die VeranstalterInnen (DAI) schreiben:

    Nur wenige Deutsche leisteten aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Umso wichtiger ist es, sich gerade mit diesen Wenigen zu beschäftigen, die mit ihrem Handeln zeigten, dass menschliches Denken und Fühlen jedem Terror und jeder Unmenschlichkeit trotzen kann. Exemplarisch dafür ist Philipp Schaeffer, der 1927 nach einem Studium in Heidelberg eine Anstellung in der Stadtbibliothek Berlin fand. Er sah in seiner Arbeit eine Möglichkeit der Einflussnahme auf Veränderungen und trat dafür ein, die Bibliothek an den politischen Tageskämpfen teilnehmen zu lassen. Schaeffer trat 1928 der KPD bei, weswegen er 1932 entlassen wurde und begann 1933 die illegale Arbeit für seine Partei, der 1935 die Verurteilung zu fünf Jahren Zuchthaus folgte. 1940 aus der Haft entlassen, schloss er sich sofort der Widerstandsorganisation Rote Kapelle an. 1943 wurde er in Plötzensee hingerichtet.

    Die von Dr. Hans Coppi konzipierte und von Karl-Heinz Lehmann im Auftrag der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gestaltete Ausstellung wird nun in der Bibliothek des dai zu sehen sein. Diese biographische Dokumentation ermöglicht durch Einbeziehung bisher unveröffentlichter Fotos und Dokumente eine neue und umfassendere Sicht auf das Leben Philipp Schaeffers.

    Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek bis zum 30. November zu sehen.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.