Welche Studenten braucht das Land? Kampf um die besten Köpfe

    uni  unimut 

    Montag, 12.05.2003
    17.05 Uhr
    S2 Kultur (UKW 88.8)

    Sollen die Hochschulen ihre Studenten künftig überwiegend selbst auswählen dürfen oder weiterhin über die Zentrale Vergabe Stelle (ZVS) in Dortmund zugeteilt bekommen? Darüber hatten die Länder Anfang März zu entscheiden, und die viel gescholtene Schnecke "Kultusministerkonferenz" hat tatsächlich eine Entscheidung zustande gebracht: Ein klares "sowohl als auch". Demnach bleibt es den Ländern künftig freigestellt, für welches der beiden Verfahren, die zur Wahl standen, sie sich entscheiden: Für jenes, das den Hochschulen die Priorität einräumt, oder für jenes, das der ZVS die Erstauswahl zugesteht. Noch weiß also niemand, wie man im nächsten Jahr einen jener Studienplätze ergattert, für die eine Zulassungsbeschränkung besteht. Zum einen, weil da der Bund noch ein Wörtchen mitzureden hat, zum zweiten, weil sich noch nicht alle Länder zur einen oder anderen Variante bekannt haben und zum dritten, weil es letztlich den einzelnen Hochschulen überlassen bleibt, ob und wie sie von den neuen Freiheiten des Auswahlrechts Gebrauch machen. Aber das sind nicht die einzigen offenen Fragen und noch nicht einmal die wichtigsten. Welche Anforderungen müssen heutige Studenten erfüllen, damit sie gute Chancen haben, ihr Studium auch erfolgreich abzuschließen und danach einen angemessenen Job zu finden. Weshalb braucht Deutschland dringend Studenten aus dem Ausland, und welche Hindernisse stehen dem entgegen? Darüber diskutieren im SWR2 Forum: Prof. Klaus Landfried, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz; Prof. Theodor Berchem, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und Dr. Rainer Bürstinghaus, beim Chemiekonzern BASF zuständig für die Auswahl des naturwissenschaftlichen Nachwuchses. Gesprächsleitung: Markus Bohn

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.