Buchlesung: "Folter im 21. Jahrhundert -- Auf dem Weg in ein neues Mittelalter?" mit Alexander Bahar

    antirep  einewelt 

    Freitag, 12.03.2010
    20.00 Uhr
    Buchhandlung Himmelheber, Theaterstr. 26

    Wir haben die Handschuhe ausgezogen": So beschrieb der Anti-Terror-Chef der CIA das amerikanische Vorgehen nach dem 11. September 2001. Die US-Regierung unter George W. Bush legte in Guantánamo, Abu Ghraib, Bagram und anderen US-Gefangenenlagern rund um den Globus wenig Wert auf Menschenwürde und internationale Konventionen - ein Erbe, mit dem sich die Obama-Regierung immer noch schwer tut.

    Nach wie vor werden im sogenannten "Kampf gegen den Terror" Menschenrechte missachtet und in den besetzten Ländern Gefangene misshandelt, Gegner liquidiert.

    Auch in Deutschland wird die Folter von einigen populistischen Politikern befürwortet, sogar manch seriöser Jurist oder Politiker hält sie »unter bestimmten Umständen« für anwendbar. »Rettungsfolter«, »verschärfte Vernehmungsmethoden«, »Waterboarding« - solche Euphemismen bemänteln fundamentale Verstöße gegen die Menschenrechte.

    Warum ist Folter heute wieder denkbar? Welche politischen und gesellschaftlichen Folgen hätte eine Aufweichung des Folterverbots?

    Bahar betrachtet das brisante Thema historisch, international und bezogen auf die aktuellen Anlässe, und erklärt, warum Folter unter keinen Umständen zu akzeptieren ist.

    Alexander Bahar, Folter im 21. Jahrhundert. Auf dem Weg in ein neues Mittelalter?, dtv, April 2009, 300 Seiten, 16,90 EUR,

    Alexander Bahar ist promovierter Historiker und Politikwissenschaftler. Er arbeitet als freiberuflicher Historiker und Publizist. Weitere Veröffentlichungen u. a. zur Geschichte der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Mitautor des Buches "Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird"

    Es laden ein: Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg , Heidelberger Friedensratschlag, DKP Heidelberg, Freidenker-Verband HD, VVN/BdA Heidelberg

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.