Jahrestage auf sofo-hd.de

Am 20.9.2020...

  • ...vor 80 Jahren – 20.9.1940:

    Unter Leitung des Grafenecker Arztes Dr. Hennecke werden erneut (vgl. 12.9.1940) aus dem „Pflegeheim“ Schwarzacher Hof bei Mosbach 53 Menschen zur Ermordung nach Grafeneck gefahren. Die häufig schwer behinderten Menschen haben auch begriffen, dass sie ermordet werden sollen. Einige Inssassen („Schaffbuben“, die zur Instandhaltung der Anstalt herangezogen wurden) ziehen in der Folgewoche in den Wald und kündigen an, jeden totzuschlagen, der sie holen käme.

  • ...vor 80 Jahren – 20.9.1940:

    Bombenabwürfe englischer Flieger auf die Siedlung Pfaffengrund.

  • ...vor 29 Jahren – 20.9.1991:

    In Hoyerswerda ziehen mehrere hundert Menschen vor ein Wohnheim für Arbeitskräfte aus Vietnam und Mosambik. Es entwickelt sich das erste regelrechte Pogrom im neuen deutschen Staat, als Nazis und unorganisierte Bürger gemeinsam versuchen, das Wohnheim anzuzünden.

  • ...vor 48 Jahren – 20.9.1972:

    Stephen Hanauer, Sicherheitsingenieur bei der US-Atomic Energy Commission, erstellt einen internen Bericht, in dem er darlegt, in bestimmten Siedewasserreaktoren der Firmen Westinghouse und GE seien im Störfall schwere Wasserstoffexplosionen fast unvermeidbar. Er schlägt vor, die Designs nicht länger einzusetzen. Fünf Tage später schließt sich sein Vorgesetzter Joseph Herdrie dieser Einschätzung an, will aber keine Maßnahmen ergreifen, denn diese könnten „well mean the end of nuclear power“. Hanauers Vorhersagen treten während Fukushima-Katastrophe 2011 ein.

  • ...vor 146 Jahren – 20.9.1874:

    Erster altkatholischer Gottesdienst in der Heiliggeistkirche.

  • ...vor 179 Jahren – 20.9.1841:

    Das große weiße Kreuz an der Handschuhsheimer Landstraße zwischen Hainsbachweg und Gabelsberger Straße („Kreuzäcker“) wird abgerissen

  • ...vor 228 Jahren – 20.9.1792:

    „Kanonade von Valmy“: Die Französiche Revolutionsarmee stoppt bei Sainte-Menehould (Departement Marne) den Vormarsch von preußischen Truppen, die die Revolution niederschlagen wollen („erster Koalitionskrieg“) durch Feuer aus 56 Geschützen. Dies wird in Paris als Sieg über die Reaktion empfunden und führt zur Ausrufung der Republik. Dass sich die preußische Armeee nach 10 Tagen auch wegen Hunger, Regen und Krankheit zurückziehen muss gilt nicht vor Ort befindlichen Geheimrat von Sachsen-Weimar-Eisenach Johann Goethe als Zeitenwende. Da sich die gegnerischen Soldaten nie auf Gewehrschussweite nähern und verschossene Kanonenkugeln im Schlamm stecken blieben, starben nur rund 500 Menschen bei geschätzt rund 40'000 Schüssen.


Jahrestage für . .


Wir sammeln Jahrestage entweder mit Bezug auf Heidelberg oder von generellem Interesse für linksorientierte Menschen. Rohdateien pflegen wir in einem subversion Repository getrennt nach Themen (d.h., wer will, kann den Heidelberg-Kram auch ignorieren und nur die linken Sachen haben). Wir freuen uns, wenn Menschen mitsammeln wollen und geben dazu gerne Schreibrechte.