…vor 70 Jahren – 17.6.1956:
Am so genannten Tag der deutschen Einheit gründet sich in Heidelberg der Bund Nationaler Studenten (BNS) unter dem Motto „Wir sind nicht die Letzten von Gestern, sondern die Ersten von morgen.“ Gründungsmitglieder sind Peter Dehoust, Otto Jänisch und Peter Stöckicht. Ganz im Sinne moderner Neonazis aus den Unis verkünden sie: „Durch die Sammlung der national gesinnten Akademiker werden wie einen Grundstock schaffen, auf dem die Partei später aufbauen kann.“ Der BNS breitet sich später auf weitere Städte aus und hat eine kurze Blüte während einer Welle von Antisemitismus, die Ende 1959 durch die BRD schwappt.
…vor 45 Jahren – 17.6.1981:
Unter dem Titel Heidelberger Manifest verabschieden 15 Professoren (allerdings keine, die zu dem Zeitpunkt in Heidelberg lehren würden) ein völkisch-rassistisch geprägtes Papier gegen Zuwanderung von „Ausländern“ in die BRD. Nachdem es Ende 1981 öffentlich wahrgenommen und kritisiert wird, wird im Januar 1982 eine abgeschwächte Version publiziert.
…vor 53 Jahren – 17.6.1973:
Aufhebung der Straßenbahnlinien 7 und 8 und der Wendeschleife und Haltestelle Seegarten (heute Adenauerplatz).
…vor 94 Jahren – 17.6.1932:
Der Ex-Zentrumspolitiker Franz von Papen hebt das Organisationsverbot von SA und SS auf, um die Tolerierung seines „Kabinetts der Barone“ durch die NSDAP zu erreichen. Im folgenden Monat starben 99 Menschen bei Abwehrkämpfen von AnhängerInnen der Arbeiterpartien gegen die faschistischen Formationen, die mit dem „Altonaer Blutsonntag“ vom 17.7.1932 ihren Tiefpunkt fanden.
…vor 102 Jahren – 17.6.1924:
Im Heidelberger Tageblatt erscheint ein Bericht über die verzweifelte Lage der Oberrealschule, mit 849 Schülern die zweitgrößte Schule Badens.
Wir sammeln Jahrestage entweder mit Bezug auf Heidelberg oder von generellem Interesse für linksorientierte Menschen. Rohdateien pflegen wir in einem subversion Repository getrennt nach Themen (d.h., wer will, kann den Heidelberg-Kram auch ignorieren und nur die linken Sachen haben). Wir freuen uns, wenn Menschen mitsammeln wollen und geben dazu gerne Schreibrechte.