Donnerstag, 21.01.

  • 18.00 Uhr
    StuRaKonf

    Vortrag "Heidelberg im Nationalsozialismus"

    "Never again!" lautet das Motto der antifaschistischen Aktionstage, die jedes Jahr vom fzs ausgerufen werden. 2021 soll dabei insbesondere der vermeintlich ideologiefreien "Mitte" und ihrem Verhältnis zum Faschismus nachgespürt werden – ein Thema, das uns ganz besonders betrifft. Denn was "Alt Heidelberg, du feine" angeht, diese frühe braune Hochburg mit der nationalsozialistischen Vorzeige-Uni, gibt es diesbezüglich eine ganze Menge zu erzählen.

    Auf Einladung des PoBi-Referats spricht die Historikerin Silke Makowski (VVN-BdA Heidelberg) am Donnerstag ab 18 Uhr über "Heidelberg im Nationalsozialismus". Im Vortrag wird die Geschichte Heidelbergs im Nationalsozialismus, die Rolle der Stadt und der Universität sowie die Verfolgung von Minderheiten erklärt. Besondere Aufmerksamkeit soll der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Heidelberg bekommen.

    Der rund zweistündige Vortrag samt anschließender Fragerunde findet hier statt: https://bbb.stura.uni-heidelberg.de/b/pob-gc4-tgb-zhn

    (Update vom 19. Januar: Der Veranstaltungstext wurde leicht angepasst bzw. präzisiert. Außerdem können wir nun mit Gewissheit sagen, dass der Vortrag – wie vielfach erbeten – aufgezeichnet werden soll.)

Dienstag, 26.01.

  • 12.00 Uhr
    Digital: https://bbb.stura.uni-heidelberg.de/b/dgb-c1m-kvf

    Gewerkschaftlicher Mittagstisch

    Der digitale Mittagstisch ist ein Ort, wo man zusammen Mittagessen oder sich einfach über den Studi-Alltag austauschen kann. Teilnehmen kann jede/r der/die neue Leute kennen lernen will oder gewerkschaftlich interessiert ist, es ist jede/r herzlich eingeladen.

Samstag, 06.02.

  • 13.00 Uhr
    Anatomieplatz/Hauptstraße

    Solidaritätskundgebung: Freispruch im Berufungsprozess von Micha!

    Am 10. Februar 2021 findet die erste Berufungsverhandlung im Strafverfahren gegen den Heidelberger Antifaschisten Michael Csaszkóczy vor dem Landgericht in Heidelberg statt. Der Realschullehrer war im September 2018 in einem haarsträubenden Prozess wegen „Hausfriedensbruchs“ zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 80 Euro verurteilt worden. Tatsächlich hatte er nur eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Stadtbücherei beobachten wollen. Die Rechtsaußen-Partei hatte sie am Abend jedoch kurzerhand, entgegen der Mietbestimmungen, zur privaten Versammlung umdeklariert und ihm Hausverbot erteilt. Die AfD erhielt dabei Unterstützung von der Heidelberger Polizei und Justiz. Michael Csaszkóczy wurde von der Polizei aus dem Saal getragen. Das Amtsgericht verhängte eine Geldstrafe. Die auf seinen Widerspruch hin anberaumte Verhandlung wurde von einer Richterin geführt, die kurzfristig eingesetzt worden war, und wie sich später herausstellte, die Stieftochter eines AfD-Abgeordneten ist.

    Die Sorge um die Unparteilichkeit der Richterin erwies sich als nicht unbegründet. Die von ihr angeordneten Sicherheitsvorkehrungen waren für ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs geradezu grotesk. Die Richterin urteilte allein auf Basis der Mutmaßungen der Polizei darüber, welche Absichten die AntifaschistInnen hegten, die die Verhandlung besuchen wollten und welche Rolle ihrer Ansicht nach Michael Csaszkóczy dabei zukam. EntlastungszeugInnen wurden nicht gehört.

    Das Urteil der Heidelberger Justiz hat die AfD auch noch ermutigt, Anfang 2019 im Landtag ein erneutes Berufsverbot gegen Michael Csaszkóczy zu beantragen. Wir fordern die Landesregierung daher vorsorglich auf, keine erneuten disziplinarrechtlichen Maßnahmen oder gar ein zweites Berufsverbot gegen den Lehrer zu erlassen.

    Wir protestieren dagegen, dass für die Berufungsverhandlung ähnlich befremdliche Maßnahmen verfügt wurden wie bei der ersten. Öffentlichkeit ist damit, verbunden mit coronabedingten Einschränkungen, nur bedingt gewährleistet.

    Wir rufen auf zu einer Solidaritätskundgebung mit Infostand am Samstag, 6. Februar sowie zur Teilnahme an den Verhandlungen am 10. Februar und 24. Februar.

Mittwoch, 10.02.

  • 08.30 Uhr
    Landgericht Heidelberg

    Freispruch für Micha! - Prozessbeobachtung

    Am 10. Februar 2021 findet die erste Berufungsverhandlung im Strafverfahren gegen den Heidelberger Antifaschisten Michael Csaszkóczy vor dem Landgericht in Heidelberg statt. Der Realschullehrer war im September 2018 in einem haarsträubenden Prozess wegen „Hausfriedensbruchs“ zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 80 Euro verurteilt worden. Tatsächlich hatte er nur eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Stadtbücherei beobachten wollen. Die Rechtsaußen-Partei hatte sie am Abend jedoch kurzerhand, entgegen der Mietbestimmungen, zur privaten Versammlung umdeklariert und ihm Hausverbot erteilt. Die AfD erhielt dabei Unterstützung von der Heidelberger Polizei und Justiz. Michael Csaszkóczy wurde von der Polizei aus dem Saal getragen. Das Amtsgericht verhängte eine Geldstrafe. Die auf seinen Widerspruch hin anberaumte Verhandlung wurde von einer Richterin geführt, die kurzfristig eingesetzt worden war, und wie sich später herausstellte, die Stieftochter eines AfD-Abgeordneten ist.

    Die Sorge um die Unparteilichkeit der Richterin erwies sich als nicht unbegründet. Die von ihr angeordneten Sicherheitsvorkehrungen waren für ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs geradezu grotesk. Die Richterin urteilte allein auf Basis der Mutmaßungen der Polizei darüber, welche Absichten die AntifaschistInnen hegten, die die Verhandlung besuchen wollten und welche Rolle ihrer Ansicht nach Michael Csaszkóczy dabei zukam. EntlastungszeugInnen wurden nicht gehört.

    Das Urteil der Heidelberger Justiz hat die AfD auch noch ermutigt, Anfang 2019 im Landtag ein erneutes Berufsverbot gegen Michael Csaszkóczy zu beantragen. Wir fordern die Landesregierung daher vorsorglich auf, keine erneuten disziplinarrechtlichen Maßnahmen oder gar ein zweites Berufsverbot gegen den Lehrer zu erlassen.

    Wir protestieren dagegen, dass für die Berufungsverhandlung ähnlich befremdliche Maßnahmen verfügt wurden wie bei der ersten. Öffentlichkeit ist damit, verbunden mit coronabedingten Einschränkungen, nur bedingt gewährleistet.

    Wir rufen auf zu einer Solidaritätskundgebung mit Infostand am Samstag, 6. Februar sowie zur Teilnahme an den Verhandlungen am 10. Februar und 24. Februar.