Protest-Sonntagsspaziergang: „Alle AKWs abschalten!  Keine Laufzeitverlängerungen!”

    antiatom  außerhalb  demo 

    Sonntag, 09.10.2022
    14.00 Uhr
    Treffpunkt: Wanderparkplatz „Schöne Aussicht“ zwischen Kirchheim und Neckarwestheim

    Atomkraftwerke sind eine unverantwortliche Hochrisikotechnologie!

    Die Langzeitlagerung des für tausende von Jahren tödlich strahlenden hochradioaktiven Atommülls ist ungelöst. Eine „sichere Lösung“ wird es nie geben. Sowohl am Atomkraftwerk Neckarwestheim wie auch am AKW Isar wurde die für den AKW-Betrieb vorgeschriebene 10-jährige große periodische Sicherheitsüberprüfung wegen des Abschalttermins 31.12.22 ausgesetzt. Die letzten periodischen Prüfungen fanden 2009, also vor nunmehr 13 Jahren statt. Ein Weiterbetrieb ohne diese Prüfungen ist verantwortungslos und widerspricht den atomrechtlichen Voraussetzungen.

    In Neckarwestheim gibt es ein gravierendes Sicherheitsproblem mit Korrosion an über 350 Rohren in den Dampferzeugern. Es besteht die Gefahr, dass Rohre nach einer Rissbildung brechen und Wasserdampf mit hoher Radioaktivität austritt. Dies kann zu einem schweren Störfall, im schlimmsten Fall zum Super-GAU in Neckarwestheim führen. Eine sofortige Evakuierung im großen Umkreis bis Heilbronn/Stuttgart usw. und unbewohnbare Gebiete wären die Folge.

    Als Entschädigung für den Atomausstieg und damit für den Wegfall von früher zugesagten Strommengen haben die AKW-Betreiber im Jahr 2021 insgesamt über 2,4 Milliarden Euro erhalten. Konkret Vattenfall 1,4 Mrd., RWE 880 Millionen, EnBW 80 Mio., EON 42,5 Millionen. Bei einer Laufzeitverlängerung müssen die Konzerne das Geld zurückbezahlen.

    Klimaschutz ist nur durch eine rasche weitere Energiewende möglich!

    Hitzeperioden, Dürren, Starkregen und Überschwemmungen mit vielen Toten sind die Folgen einer falschen fossilen Energiepolitik mit umweltschädlichen Energien. Der dadurch verursachte Klimawandel führt jetzt auch in Deutschland und Europa zu unvorhersehbaren Zerstörungen und negativen Klimafolgen. Das jahrelange politische Ausbremsen der Erneuerbaren zu Gunsten von Atom und den Fossilen rächt sich bitter. Jetzt wird mit vielen Milliarden eine neue fossile Infrastruktur errichtet. Mit Flüssiggas, mit umweltschädlichem Fracking-Gas aus den USA, mit neuen Terminals. Die Bundesregierung unterstützt die weltweite Erschließung von neuen Öl und Gasfeldern. So werden die umweltfreundlichen Erneuerbaren weiter ausgebremst.

    Es gibt kein Strom, sondern ein selbstverschuldetes Wärmeproblem

    Statt einer raschen, weiteren Energiewende wurde die Abhängigkeit von Gas und Öl aus Russland noch erhöht. Weiter Atom und Fossile zu nutzen ist der falsche Weg. Die Energiewende bei Strom, Wärme und Verkehr ist längst möglich. Sonne und Wind stehen allen umweltfreundlich und kostenlos zur Verfügung. Die Erzeugung und Weitergabe von Strom und Wärme an Dritte darf nicht behindert werden. Der Zubau von neuen Energiewende-Anlagen wie Windräder und Photovoltaik und die Nutzung und Weitergabe von Strom und Wärme an Dritte darf nicht mehr behindert werden. Wir fordern ein Milliarden-Invest-Programm von Bund, Ländern und Kommunen in erneuerbare Energien. Indem z. Bsp. auf allen geeigneten Flächen Photovoltaik und Solarthermie installiert wird. So können kurzfristig Fossile, vor allen Dingen Gas und Öl, eingespart werden.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.