Politisches Video im März: "Made in India", Schweiz 1999, 55 Minuten, Englisch/Gujarati mit Untertiteln

    unimut 

    Freitag, 04.03.2005
    20.00 Uhr
    Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    Die VeranstalterInnen schreiben:

    Die Vereinten Nationen haben 2005 als das "Jahr der Mikrokredite"

    ausgerufen. Mikrokredite gelten schon seit einigen Jahren als ein "modernes" Mittel zur Linderung der Armut im Trikont: NGOs oder Banken leihen vor allem Frauen geringe Geldmengen in der Größenordnung von einigen Dutzend Dollar, mit denen diese z.B. Spinnräder, Setzlinge oder ähnliche Mittel zum Aufbau einer Existenz kaufen, was unter anderem auch die Gleichstellung der Geschlechter durch eine vermehrte wirtschaftliche Beteiligung von Frauen voran[treiben]" soll.

    Doch wie so oft bleibt von diesem Anspruch in der Realität nicht immer viel übrig, vor allem, wenn sich die offizielle "Entwicklungs"politik einer Idee annimmt. Gerade Frauenbewegungen etwa in Lateinamerika kämpfen längst gegen Microcredits. Ein Beispiel, in dem die Microcredits allem Anschein nach funktionieren, stellt unser Film im März vor: "Made in India" von Patricia Plattner erzählt von der SEWA (Self Employed Women's Association) im indischen Bundesstaat Gujarat, einer Mischung zwischen Gewerkschaft, Kooperative und Genossenschaftsbank, in der Frauen aller Religionen und Kasten gemeinsam versuchen, sich aus dem Teufelskreis von Hunger, Armut, Krankheit und Ausbeutung zu befreien.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.