20.00 Uhr
Cafe Gegendruck, Fischergasse 2
Antifa Siempre! Der offene Infoabend der Antifaschistischen Initiative Heidelberg: Input, Diskussion, Kneipenabend; immer am 1. Freitag im Monat
im Juli zu Militarisierung der BRD und dem Widerstand dagegen
Beim Antifa Siempre wollen wir uns dieses Mal mit der Militarisierung der BRD und dem antimilitaristischen Kampf dagegen auseinandersetzen. Dabei wollen wir über die Wehrpflicht, die Aufrüstung der Bundeswehr und die sogenannte "Zeitenwende" sprechen. Zudem wollen wir Widerstandsoptionen speziell gegen die Wehrpflicht eröffnen und diskutieren. Das Antifa Siempre! will einen Ort für antifaschistische Vernetzung und Austausch für Einzelpersonen und Gruppen schaffen: Nach einem inhaltlichen Input ist Raum für Diskussionen zu aktuellen Themen und bevorstehenden Veranstaltungen. Bei kühlen Getränken lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen und wollen miteinander ins Gespräch kommen.
15.00 Uhr Oberbadgasse 6, 69117 Heidelberg
Willkommen beim Café Libertad. Hier wollen wir mit Euch am jeden 1. Sonntag im Monat zwischen 15:00 bis 19:30 Uhr einen Offenen Freiraum mit anarchistischer Grundausrichtung schaffen, in welchen es um Austausch und Vernetzung gehen soll. Natürlich kann man auch einfach nur gemütlich einen Kaffee trinken, oder auch nur abhängen. Es besteht kein Konsumzwang, wenn gewollt kann selbst etwas zu trinken oder zu essen mitgebracht werden. Die Getränke des Cafés gibt es auf Spendenbasis.
Willst Du Dich beim Café Libertad einbringen oder mehr über den Hintergrund erfahren, empfehlen wir Dir den Langtext dazu zu lesen, Du findest ihn auf der Webseite des Murx und auch direkt unter https://murx-heidelberg.de/cafe-libertad. Wir freuen Dich wenn Du uns deshalb ansprichst.
Wann: Jeden 1. Sonntag im Monat, zwischen 15 und 19:30 Uhr
Wo: Murx, Oberbadgasse 6, 69117 Heidelberg
ÖPNV: Rathaus/Bergbahn, Heidelberg oder Alte Brücke, Heidelberg
Barrierefreiheit: Weitgehend barrierearm
18.00 Uhr Großer Rathaussaal (Marktplatz 10)
Frieda Daniels ist 93 Jahre alt, Hochseil-Artistin und Sintezza. Ihr Vater hatte eine eigene Truppe, in der auch die Kinder mitwirkten. „Hamburg war unser fester Wohnsitz, während der Saison aber reisten wir durch ganz Deutschland und zeigten unsere Kunst“, erzählt sie. Als Angehörige der Minderheit aber wurden Frieda Daniels und ihre Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Aufgrund des Festsetzungserlasses vom 17. Oktober 1939 – eine vorbereitende Maßnahme zur Deportation – durften sie die Stadt nicht mehr verlassen. Wie es den Eltern und ihren zehn Kindern dennoch gelang, zu überleben, berichtet die hochbetagte Dame am Donnerstag, 9. Juli, um 18 Uhr im Großen Rathaussaal am Marktplatz 10.
Der Eintritt zu der Veranstaltung, zu der das Dokumentations- und Kulturzentrum, die Forschungsstelle Antiziganismus der Universität und die Stadt Heidelberg einladen, ist frei.
„Wir freuen uns sehr, dass Frieda Daniels bei ihrem Besuch in Deutschland auch hier in Heidelberg Station macht. Die Beschäftigung mit dem Völkermord an den Sinti und Roma und auch die Auseinandersetzung mit der leider wieder wachsenden Ausgrenzung der Minderheit haben in unserer Stadt einen festen Platz. Das belegen das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ebenso wie die Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität, die hier ihrer wichtigen Arbeit nachgehen“, so Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit, die Frieda Daniels im Rathaus begrüßen wird.
„Von besonderer Bedeutung sind dabei die Gespräche mit Zeitzeugen. Ihre Erinnerungen mahnen uns, wohin Hass und Ausgrenzung führen können, sie machen Geschichte greifbarer und helfen uns, die menschlichen Folgen der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft besser zu verstehen. Deshalb hoffe ich, dass gerade auch junge Leute sowie viele Bürgerinnen und Bürger die Chance nutzen, mit der Holocaust-Überlebenden Frieda Daniels in den Austausch zu kommen“, betont die Bürgermeisterin.
Die 93-Jährige lebt seit Jahrzehnten in Kalifornien und kommt für kurze Zeit in ihre alte Heimat. Besonders gespannt ist sie auf ihren Besuch in Heidelberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat ihr Vater Johann Lemoine wieder eine eigene Artistentruppe aufgebaut, in der auch Frieda Daniels auf dem Hochseil die Zuschauerinnen und Zuschauer fasziniert hat. Und die „Hochseil- und Varieté-Schau“ ihrer Familie hat dabei auch in Heidelberg ein Gastspiel gegeben.
/Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrums mit der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität sowie der Stadt Heidelberg und wird finanziert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) sowie dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).