Vortrag: "Unity of Oppression und Intersektionalität. Eine Analyse von Verbindungen zwischen Speziesismus und menschenbezogenen Benachteiligungsformen" mit Andre Gamerschlag

    theorie  vortrag 

    Samstag, 22.10.2011
    19.30 Uhr
    [M]Cafe Gegendruck, Fischergasse 2

    In den frühen 1990ern hielten in der radikalen Linken, durch den Feminismus angestoßene, Überlegungen über die Mehrfachunterdrückung (durch Sexismus, Rassismus und Kapitalismus) Einzug, die Mitte der 1990er durch die Tierrechtsbewegung um die Kategorie "Spezies" bzw. "Nicht-Mensch" im Unity-of-Oppression-Konzept erweitert wurden. Während dieser Ansatz in den letzten 10 Jahren an Gewicht verloren hat, boomt inzwischen eine ähnlich gelagerte Diskussion in wissenschaftlichen Kreisen, die Parallelen zur Unity-of-Oppression-These der Tierrechtsbewegung aufweist, die Intersektionalität.

    Dabei geht es um die Analyse von Verbindungen zwischen verschiedenen Formen der Ungleichheit, Benachteiligung etc. und deren Einbettung im Kapitalismus. In dieser Veranstaltung soll der Werdegang von Triple Oppression zur Unity of Oppression nachgezeichnet und das Modell der Intersektionalität dargestellt und in Hinblick auf seine Relevanz für die Analyse von Gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnissen ausgeleuchtet wer den. Ein mögliches Thema für die anschließende Diskussion könnte etwa die Kontroverse zwischen dem sich als "emanzipatorisch" bezeichnenden Flügel und dem sogenannten "Hauptsache-Für-Die-Tiere" oder "Single-Issue" Flügel der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung sein. Muss die Verwobenheit von Herrschaftsformen wirklich zwingend dazu führen, dass Tierrechtspositionen und Argumentationen immer Gesellschaftskritik betreiben müssen?

    Der Vortrag tangiert politische und wissenschaftliche Themen und kann in beide Richtungen diskutiert werden. Trotz der theoretischen Dichte wird er möglich einfach und verständlich dargestellt. Verständnisfragen sind jeder Zeit willkommen.

    Im Anschluss gibt es Cocktails und tanzbare Musik.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.