Vortrag: „Die Leicheneinlieferungen in die Heidelberger Anatomie 1933-1945. Vorstellung einer Datenbank im Rahmen eines Projekts der Erinnerung an marginalisierte NS-Verfolgungsopfer.“ mit Sara Doll und Frank Engehausen

antifa  geschichte  stolperstein 

Mittwoch, 20.05.2026 19.00 Uhr

[M]Volkshochschule, Bergheimer Str. 76

Die anatomischen Institute waren am Unrecht der Diktatur beteiligt, indem insbesondere in den Kriegsjahren Leichen von NS-Opfern zu Forschungs- und Lehrzwecken dorthin gelangten. Am Heidelberger Beispiel erläutert der Vortrag, wie sich die Praxis der Einlieferung von Leichen seit 1933 veränderte, und zeigt auf, dass zu den betroffenen Opfern nicht nur Angehörige politischer Widerstandsgruppen gehörten, sondern in größerer Zahl auch als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Kleinkriminelle sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

ReferentInnen:
Dr. Sara Doll, Kuratorin der Anatomischen Sammlung und Präparationstechnische Assistentin im Fachbereich Medizin und Prof. Dr. Frank Engehausen vom Historischen Seminar der Universität Heidelberg.
Veranstalter:
Initiative Stolpersteine Heidelberg in Kooperation mit dem Heidelberger Geschichtsverein.

Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.