Vortrag: Wie gedenkt man der Opfer der NS-"Euthanasie"? mit Hartmut Reese (2 EUR)

    uni  unimut 

    Mittwoch, 29.01.2003
    19.00 Uhr
    Sammlung Prinzhorn, Voßstraße 2

    Am 29. Januar, um 19 Uhr, spricht der Soziologe und Sozialhistoriker Hartmut Reese in der Sammlung Prinzhorn über das neue Gestaltungskonzept der Gedenkstätte Schloss Hartheim für die Opfer der so genannten "Euthanasie". Schloss Hartheim bei Linz (Oberösterreich) war von 1940 bis 1944 eine der zentralen Stätten der NS-"Euthanasie". Rund 30000 Menschen wurden hier in der Gaskammer ermordet: Kranke und Behinderte, aber auch missliebige oder nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge der Konzentrationslager Dachau, Mauthausen und Gusen.

    Mit der historischen Aufarbeitung geht das Gedenken einher. Ende der sechziger Jahre begann man in Hartheim erneut, Behinderte zu betreuen, und errichtete parallel dazu eine Gedenkstätte als "lebende Sühnestätte aller Opfer im Schloss Hartheim".

    In den letzten Jahren wurde die Gedenkstätte umgebaut. Am 7. Mai wird sie wiedereröffnet. Mit der Gestaltung hat man den oberösterreichischen Künstler Herbert Friedl betraut. Sein Gestaltungskonzept folgt dem wissenschaftlichen Ansatz, Spuren der Geschichte freizulegen, zu sichern und zu zeigen. Wie das aussieht, erläutert der Geschäftsführer des Vereins Schloss Hartheim, Hartmut Reese, in seinem öffentlichen Vortrag in der Sammlung Prinzhorn.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.