Hörspiel: "Heidi Hoh 3 -- Die Interessen der Firma können nicht die Interessen sein, die Heidi Hoh hat" von René Pollesch

Donnerstag, 09.09.2004 , 21:03

SWR2 (UKW 88.8)

Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.

Heidi Hoh, die Heldin dieser Radikal-Soap, sucht nach Glück und Erfolg in einer entfremdeten Welt. Als "vollautomatisierte Kundendienstlerin" ist sie Teil der mediatisierten Welt. Und ihre Firma ist auf dem Selbstverwirklichungstrip: bewusstseinserweiternde Drogen sollen die Angestellten dazu bringen, ihre Subjektivität besser in das Unternehmen einzubringen. Ihr Leben wird zum halluzinogenen Betriebsausflug. Die Sätze laufen Amok. Heidi Hoh erkennt: "Ich bin dieses Display und der Ort der Ausbeutung". Soziale Beziehungen sind Dienstleistungen, Gefühle transplantierte Erinnerungen, Liebe ist ein Programm im Kopf, für das man bezahlt...

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