Beklemmende Wahrheiten - Wissenschaftsförderung während der NS-Diktatur

    uni  unimut 

    Montag, 10.03.2008
    17.00 Uhr
    SWR2 (UKW 88.8)

    Gesprächsleitung: Jörg Tröger Es diskutieren: Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch, Historiker, Berlin; Prof. Dr. Wolfgang Eckart, Medizinhistoriker, Heidelberg; Prof. Dr. Patrick Wagner, Historiker, Halle

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist mit einem Jahresetat von rund 2 Milliarden Euro die wichtigste Adresse für Wissenschaft und Hochschulen, um an die begehrten Drittmittel zu gelangen. Im Jahr 2000 wurde auf Bitten der DFG selbst ein wissenschaftlicher Untersuchungsausschuss zusammengerufen, der die Archive durchforstete und dann die "Geschichte der DFG von 1920 -1970" aufschreiben sollte. Diese Studie ist jetzt abgeschlossen und veröffentlicht worden, sie hat 5,5 Millionen Euro gekostet und zeigt das Verhalten deutscher Wissenschaftler in der Weimarer Republik, der Nazizeit und in den ersten Jahrzehnten nach 1945, und zwar im Spiegel beantragter und gewährter Forschung. Heraus kam: Wissenschaft und Politik waren schon vor 1933 eng miteinander verflochten, das Ausmaß der im Namen von Wissenschaft begangenen Verbrechen ist weitaus größer als bisher bekannt, und die Aufarbeitung nach dem Krieg kam nur sehr mühsam voran.

    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.