donnerstagsdiskurse: Un/doing family | Familie als Brutstätte von Geschlecht?

Donnerstag, 18.01.2018 , 18:20

Campus Bergheim, Raum 02.005

Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.

Die donnerstagsdiskurse sind eine Initiative aus der Fachschaft Soziologie.

Bezüge auf Vorstellungen von Steinzeit werden häufig genutzt, um vergeschlechtlichte familiale Arbeitsteilung zu begründen: Vorstellungen von Jägern mit Beschützerreflex und Sammlerinnen mit Mutterinstinkt haben sich bis heute gehalten. Welche (wissenschaftlichen) Erzählungen fallen uns noch ein, mit denen Geschlechterunterschiede noch heute für den familiären Kontext legitimiert werden? Und können diese überzeugen? Geschlecht und Familie ist aber nicht nur eine historische Erzählung, sondern gewinnt seine Kontinuität aus der alltäglichen (Re-)Produktion. Dies wird besonders von konstruktivistischen Ansätzen stark gemacht, die Geschlecht als eine praktische Konstruktionsleistung verstehen und dann nach den Praktiken fragen, durch die diese Konstruktion erbracht wird. Welche Praktiken können wir uns hier im Familienalltag denken? Bedeuten Väter, die Elternzeit nehmen einen Wandel? Wie lassen sich Retraditionalisierungstendenzen von Geschlechterrollen in Paarbeziehungen bei Geburt des ersten Kindes erklären? Mit Fragen wie diesen - und denen die euch unter den Nägeln brennen- wollen wir uns in den kommenden donnerstagsdiskursen beschäftigen. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen mit euch!

das sind die donnerstagsdiskurse:

Wir wundern uns permanent über die soziale Welt, doch zwischen Punkterwerb und Studienplan bleibt kaum Zeit zu reflektieren und die ganz eigenen soziologischen Ideen zu erdenken. Ideen entstehen vielmehr dann, wenn man sich den Raum zum Denken einräumt. Wir möchten uns diesen gemeinsam verschaffen. Bei Tee und Theorie wollen wir über die soziale Welt diskutieren, etablierte Wirklichkeitsdeutungen hinterfragen und neue Sichtweisen entwickeln, ohne uns an das stahlharte Gehäuse des Textbezugs zu binden.

Wer soll sich angesprochen fühlen? Alle, die Spaß daran haben, theoretisch über „Gesellschaft“ nachzudenken und Lust darauf haben, ihre Gedanken in der Debatte gemeinsam weiterzuentwickeln.

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