Zu Unrecht verteufelt? 10 Jahre Bologna - Studienreform

Mittwoch, 10.03.2010 , 17:05

SWR2 (UKW 88.8)

Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.

Gesprächsleitung: Eggert Blum

Es diskutieren: Heike Schmoll, Bildungsexpertin, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Prof. Dr. Ulrich Teichler, Soziologe und Hochschulforscher, Universität Kassel; Prof. Dr. Karsten Urban, Institut für Numerische Mathematik, Universität Ulm

Wenn in Deutschland ein neuer Studiengang genehmigt werden soll, verlangt die Bürokratie bis zu 250 Seiten Dokumentation - in Holland reichen 15 Seiten. Und die Mehrzahl der deutschen Universitäten presst das zuvor auf vier Jahre verteilte Diplom- oder Magister-Wissen nun in einen dreijährigen Bachelor-Studiengang - im Ausland sind vier Jahre üblich. Kein Wunder, dass die Bologna-Reform in Deutschland als gescheitert gilt. Dabei sind ihre Ziele durchaus nachvollziehbar: Durch überall anerkannte Studienabschlüsse soll im Bologna-Prozess ein einheitlicher europäischer Hochschulraum entstehen, mit größerer Mobilität der Studenten und stärkerem Praxisbezug. Welche Kritik an der Studienreform ist berechtigt? Welche Fehler wurden in Deutschland bei der Umsetzung gemacht?

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