Beurteilt. Vermessen. Ermordet. Die Praxis der Euthanasie bis zum Ende des deutschen Faschismus.

    antifa  bildung  geschichte  uni  unimut  vortrag 

    Montag, 20.09.2010
    19.30 Uhr
    [M]Emil-Julius-Gumbelraum, Karlstorbahnhof

    Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Klaus-Peter Drechsel.

    Euthanasie war mitnichten eine Erfindung wahnhafter Nazis, sie war eingebettet in Betrachtungsweisen, die Menschen verdinglichen, vermessen und bewerten.

    Klaus-Peter Drechsel analysiert das Konzept "Euthanasie", das für die Morde an "behinderten" Menschen unter dem Namen "Schöner Tod" entwickelt wurde, aus der historischen Perspektive. Dabei betont er den Zusammenhang zwischen Psychiatrie und Euthanasie. Die Medizin, die bereits vor dem Nationalsozialismus die sogenannte "Rassenhygiene" erforschte, legte die "wissenschaftliche" Grundlage für den späteren Tausendfachen Mord, der nur noch der Legitimation durch den Nationalsozialismus bedurfte.

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    Langtexte kommen meist von den VeranstalterInnen. Das Sozialforum ist hier nur Bote.